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Marktbericht Q1/2025
Einblick und Ausblick
Zum Jahresstart 2025 zeigt sich die Konsumentenstimmung in der Schweiz verbessert. Gleichzeitig bleiben zahlreiche Rohstoff- und Lebensmittelmärkte angespannt – mit spürbaren Auswirkungen auf Preise und Verfügbarkeit in verschiedenen Warengruppen.
Im ersten Quartal 2025 hat der Inflationsdruck in der Schweiz weiter nachgelassen. Tiefe Energiepreise und der starke Schweizer Franken wirken dämpfend auf importierte Kosten und tragen dazu bei, dass sich die Konsumentenstimmung deutlich verbessert hat. Auch der gesunkene Leitzins unterstützt diese Entwicklung.
Im Fokus des aktuellen Marktberichts steht Zucker. Da die Weltmarktpreise in den vergangenen Monaten über dem europäischen Preisniveau lagen, haben die Zuckerexporte aus Europa deutlich zugenommen. Dadurch sinkt das verfügbare Angebot in Europa, was sich voraussichtlich preistreibend auf die europäischen und damit auch auf die Schweizer Zuckerpreise auswirken wird.
Bei Olivenöl zeigt sich ein differenziertes Bild: In Spanien wird eine gute Ernte erwartet, was bereits zu Preissenkungen auf dem Rohstoffmarkt geführt hat. In Italien fällt die Ernte hingegen geringer aus, weshalb das Preisniveau für italienische Ware hoch bleibt. Auch bei Sonnenblumenöl und Rapsöl bleibt die Lage angespannt. Während ungünstige Wetterbedingungen in Europa das Angebot bei Sonnenblumenöl belasten, stützt die starke Nachfrage aus dem Biodieselmarkt weiterhin die Preise für Rapsöl.
Deutlich unter Druck stehen zudem Industrietomaten, Kakao und Kaffee. Bei Industrietomaten treiben starke Regenfälle und damit verbundene Ernteprobleme die Preise wieder nach oben. Beim Kakao sorgen schlechte Ernteaussichten und spekulative Aktivitäten für weitere Preissteigerungen. Auch der Kaffeemarkt bleibt volatil: Nach wetterbedingten Sorgen um die brasilianische Ernte und zusätzlichen Spekulationen verharren die Preise auf hohem Niveau.
Im Bereich Molkereiprodukte verteuern sich insbesondere italienische Käsesorten wie Parmesan und Grana Padano, da die Nachfrage das Angebot übersteigt. Auch bei Eiern bleibt die Marktlage angespannt: In Europa führt die Vogelgrippe zu Produktionsengpässen, während in der Schweiz die Nachfrage nach Schweizer Eiern weiterhin höher ist als das Angebot. Eine Entspannung ist in beiden Märkten kurzfristig kaum zu erwarten.
Der Marktbericht für das erste Quartal 2025 zeigt damit ein gemischtes Bild: Während sich das wirtschaftliche Umfeld in der Schweiz stabilisiert, bleiben viele Rohstoff- und Lebensmittelmärkte von Unsicherheiten, Angebotsengpässen und steigenden Preisen geprägt.