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Marktbericht Q2/2025
Einblick und Ausblick
Politische Unsicherheiten, extreme Wetterbedingungen und knappe Angebotsmengen beeinflussen die Märkte im zweiten Quartal 2025 spürbar. Der aktuelle Marktbericht zeigt, welche Entwicklungen bei wichtigen Rohstoffen und Agrarprodukten besonders im Fokus stehen.
Die Marktbedingungen bleiben im zweiten Quartal 2025 anspruchsvoll. Vor allem die unbeständige Politik der USA sorgt für erhebliche Unsicherheit an den internationalen Märkten. Börsen, Währungen und Rohstoffpreise reagieren empfindlich auf politische Ankündigungen wie Strafzölle, was zu kurzfristigen und teils deutlichen Preisschwankungen führt.
Ein zentrales Fokusthema bleibt Olivenöl. Nachdem sich die Preise im Sommer 2023 infolge der Trockenheit in Europa stark erhöht hatten, zeichnet sich bei spanischem Olivenöl dank guter Ernten im Jahr 2024 wieder eine Rückkehr auf ein normaleres Preisniveau ab. In Italien bleibt die Lage dagegen angespannt: Starke Unwetter im Herbst 2024 verhindern dort bislang spürbare Preissenkungen.
Auch bei weiteren Produktgruppen zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Bei Sonnenblumenöl führen deutlich tiefere Angebotsmengen aus der Ukraine zu steigenden Preisen, während bei Rapsöl die Nachfrage sowohl aus dem Lebensmittel- als auch aus dem Biodieselmarkt hoch bleibt und die Preistendenz stabil ist. Industrietomaten verteuern sich weiterhin aufgrund wetterbedingter Ernteausfälle aus dem Herbst 2024, und auch vor der nächsten Ernte ist kaum mit einer Entspannung zu rechnen.
Anhaltend angespannt bleibt zudem die Situation auf dem Eiermarkt. Fälle von Vogelgrippe in Italien und den USA haben die Produktion stark beeinträchtigt. Gleichzeitig wird in den Niederlanden der Hühnerbestand aus umweltpolitischen Gründen reduziert, während die Nachfrage nach Eiern weiter zunimmt. Auch hier ist in den kommenden Monaten kaum mit sinkenden Preisen zu rechnen.
Bei Kakao und Kaffee bleiben die Märkte besonders volatil. Schlechte Ernteaussichten, spekulative Aktivitäten und wetterbedingte Ausfälle in wichtigen Anbauregionen treiben die Preise auf hohem Niveau weiter an. Beim Kaffee kommt hinzu, dass der weltweite Konsum steigt und wirtschaftliche Unsicherheiten in bedeutenden Anbauländern den Markt zusätzlich belasten.
Auch Zucker dürfte teurer werden. Weil die Weltmarktpreise zuletzt über dem europäischen Niveau lagen, wurden deutlich mehr europäische Zuckermengen auf den Weltmarkt exportiert. Das wirkt sich preistreibend auf die europäischen Preise und damit voraussichtlich auch auf den Schweizer Markt aus.
Der Marktbericht macht deutlich: Auch im zweiten Quartal 2025 bleiben Preisentwicklungen in vielen Bereichen schwer vorhersehbar. Politische, klimatische und strukturelle Faktoren sorgen weiterhin für ein herausforderndes Marktumfeld.
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