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Marktbericht Q3/2025
Einblick und Ausblick
Die angespannte geopolitische Lage, klimabedingte Ernteausfälle und eine anhaltend hohe Nachfrage prägen das Marktumfeld im dritten Quartal 2025. Der aktuelle Marktbericht zeigt, in welchen Warengruppen mit weiteren Preissteigerungen und wo eher mit stabilen Entwicklungen zu rechnen ist.
Im dritten Quartal 2025 bleibt die Marktstimmung verhalten. Die geopolitische Lage sorgt weiterhin für Unsicherheit, während der Schweizer Franken dank tiefem Leitzins und seiner Rolle als sicherer Hafen gegenüber Euro und US-Dollar stark bleibt. Gleichzeitig verharrt die Inflation in den USA und Europa auf hohem Niveau, während sie in der Schweiz aktuell bei null Prozent liegt.
Im Fokus steht dieses Quartal besonders der Kaffeemarkt. Eine steigende Nachfrage trifft weltweit auf ein begrenztes Angebot. Extreme Wetterlagen wie Dürre und Frost in wichtigen Produktionsländern wie Brasilien und Vietnam sowie der wachsende Kaffeekonsum, insbesondere in Schwellenländern, verschärfen die Lage zusätzlich. Kurzfristig wird daher mit weiteren Preissteigerungen gerechnet.
Auch bei Kokosmilch hat sich die Situation deutlich zugespitzt. Eine hohe Nachfrage und starke wetterbedingte Ernteausfälle schränken die Verfügbarkeit ein, wodurch die Preise derzeit laufend ansteigen. Beim Zucker zeigt sich ebenfalls eine aufwärtsgerichtete Entwicklung: Seit Oktober 2024 steigen die Preise leicht, unter anderem wegen einer rückläufigen Zuckerproduktion in der EU sowie kleinerer Anbauflächen im Jahr 2025.
Auf dem Eiermarkt bleibt die Lage angespannt. Da die Schweizer Produktion die Nachfrage nicht decken kann, hat der Bundesrat per 1. Juni 2025 das Importkontingent erhöht. Trotzdem ist in den kommenden Monaten kaum mit einer spürbaren Entspannung bei den Preisen zu rechnen.
Bei Kakao stabilisieren sich die Preise zwar auf hohem Niveau, gleichzeitig nimmt die Volatilität durch sinkende spekulative Aktivitäten etwas ab. Für kakaohaltige Produkte sind dennoch weitere Preiserhöhungen zu erwarten. Stabiler zeigt sich die Entwicklung bei Pflanzenölen: Sowohl für Sonnenblumenöl als auch für Rapsöl wird bis Ende Jahr beziehungsweise in den kommenden Monaten mit weitgehend konstanten Preisen gerechnet.
Ein gemischtes Bild zeigt sich schliesslich beim Olivenöl. Während sich die Erntesituation in Spanien dank jüngster Regenfälle verbessert hat, bleibt die Lage in Italien weiterhin schwierig. Das führt zu deutlichen Preisunterschieden zwischen den beiden Herkunftsregionen.
Der Marktbericht für das dritte Quartal 2025 verdeutlicht, dass sich das Marktumfeld je nach Produktgruppe sehr unterschiedlich entwickelt. Während einzelne Bereiche Anzeichen einer Stabilisierung zeigen, bleiben andere stark unter Druck – insbesondere dort, wo Klima, geopolitische Risiken und hohe Nachfrage gleichzeitig aufeinandertreffen.