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Marktbericht Q4/2026

Einblick und Ausblick

Auch im vierten Quartal 2026 bleiben die Märkte von geopolitischen Spannungen und klimatischen Einflüssen geprägt. Besonders der Hitzesommer in der Schweiz wirkt sich auf Verfügbarkeit, Produktionskosten und Preisentwicklungen in mehreren Warengruppen aus.

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Der Marktbericht für das vierte Quartal 2026 zeigt ein weiterhin anspruchsvolles Umfeld. Die anhaltenden Nahost-Konflikte beeinflussen die globale Energieversorgung zwar nach wie vor, die befürchteten Angebotsausfälle fallen jedoch geringer aus als zunächst erwartet. Entsprechend bleiben auch die negativen Auswirkungen auf Konjunktur und Inflation begrenzt.
 
Besonders stark ins Gewicht fällt der Hitzesommer 2026 in der Schweiz. Die anhaltende Trockenheit hat in der Landwirtschaft zu erheblichen Ernteausfällen geführt. Betroffen sind unter anderem Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben, Milch sowie einzelne Obst- und Gemüsesorten. In mehreren Bereichen ist deshalb mit geringerer Schweizer Verfügbarkeit, höheren Importmengen und zusätzlichem Preisdruck zu rechnen.
 
Beim Olivenöl zeigt sich eine eher entspannte Entwicklung. Spanisches Olivenöl verharrt auf tiefem Preisniveau, während italienisches Olivenöl weiter günstiger wird. Gute Ernteaussichten stützen diese Entwicklung, auch wenn wetterbedingte Risiken weiterhin bestehen. Ebenfalls stabil präsentiert sich der Markt für Industrietomaten aus Italien: Die Preise bleiben weitgehend konstant oder leicht unter Vorjahresniveau, während verarbeitete Produkte aufgrund hoher Lagerbestände unter zusätzlichem Preisdruck stehen.
 
Im Bereich Milchprodukte kommt es dagegen zu steigenden Kosten. Die Branchenorganisation Milch erhöht den Produzentenrichtpreis für das vierte Quartal 2026 um 4 Rappen pro Kilogramm Milch. Ausschlaggebend sind höhere Produktionskosten infolge des trockenen Sommers, Futtermangel und eine erwartete tiefere Milchproduktion. Zusätzlich wird ab Januar 2027 ein Klimarappen eingeführt.
 
Beim Kaffee bleibt die Entwicklung schwer einschätzbar. Grössere spekulative Aktivitäten auf dem Weltmarkt sorgen weiterhin für starke Preisschwankungen. Auch bei Kakao ist der Markt in Bewegung: Zwar ziehen die Preise wieder leicht an, sie liegen jedoch weiterhin unter den Extremwerten des Vorjahres. Für Schokoladenprodukte wird deshalb insgesamt weiterhin mit sinkenden Preisen gerechnet.
 
Bei Pflanzenölen geben die Preise für Raps- und Sonnenblumenöl leicht nach, bleiben aber auf hohem Niveau. Gründe dafür sind unter anderem eine schwächere Rapsernte in der EU, anhaltende Logistikprobleme sowie Unsicherheiten beim Export aus der Schwarzmeerregion.
 
Der Marktbericht für Q4 2026 macht deutlich, dass sich globale Krisen und lokale Klimaeffekte zunehmend gleichzeitig auf die Versorgungslage auswirken. Je nach Produktgruppe zeigt sich entweder eine gewisse Entspannung oder weiterhin deutlicher Preisdruck.