Donnerstag, 30.07.2026
- Den Markt nutzen, um Lager schlank zu halten
- Frische ist schneller denn je in den Profiküchen
- «Der AGH ist für uns nah und sehr flexibel»
- Warum sich die Fahrt in den Abholgrosshandel rechnet
Den Markt nutzen, um Lager schlank zu halten
Betriebe können ihre Lagerbestände bewusst reduzieren und dadurch mehr Liquidität erhalten. Wenn Kapital nicht unnötig gebunden ist, sind Betriebe flexibler. Für Yvonne Sager vom Gasthof Weyersbühl in Uebeschi BE, die den geschichtsträchtigen Landgasthof führt und viele hausgemachte Gerichte anbietet, ist die Beschaffung ein entscheidender Punkt.
«Der Markt ist für uns wie ein verlängertes Lager. Statt grosse Mengen einzulagern, kaufen wir bedarfsgerecht ein.»
Saisonales Gemüse bezieht Yvonne Sager meist direkt von einer Bäuerin in der Nähe. Ergänzend dazu kauft sie Frischware sowie den gesamten Grundbedarf bei Prodega ein, was etwa 80 Prozent ihres Bedarfs ausmacht.
Text: Petra Schwinghammer | GastroJournal, 30.07.2026
Frische ist schneller denn je in den Profiküchen
«So frisch wie heute war Gemüse im Abholgrosshandel noch nie», sagt Roland Wechsler, Geschäftsführer des Prodega‑Marktes in Moosseedorf BE. Er beschreibt einen Wandel, den viele Küchenprofis im Alltag längst spüren.
Die Zeit als Frischegarant
Die Frische in der Logistik nimmt ihren Anfang nachts und frühmorgens im Berner Seeland, bei der Schwab‑Guillod AG, einem der grössten Früchte- und Gemüsevermarkter der Schweiz. Ware, die kurz zuvor angeliefert wurde, wird nach klar definierten Qualitätskriterien geprüft, sortiert, wo nötig verarbeitet, kommissioniert, in die Camions geladen und ausgefahren. Bis um 5 Uhr morgens kommen Gemüse und Früchte in den Prodega-Märkten an.
An der Morgensitzung kurz nach sieben Uhr diskutiert das Team Schwab die aktuelle Verfügbarkeit sowie die Qualität des Sortiments. Wenn die Qualitätsansprüche einzelner Artikel nicht genügen, werden Alternativen gesucht. Frische ist für die Firma Schwab-Guillod zentral und für den Erfolg ausschlag-gebend.
Entscheidend für die Frische ist neben der ausgeklügelten Logistik vor allem die Zeit. Schwab‑Guillod beliefert die Abholgrossmärkte zweimal täglich. Nachmittags trifft die zweite Lieferung bei Prodega ein. Moderne Frischelogistik heisst, dass Produkte nicht eingelagert, sondern möglichst direkt umgeschlagen werden.
Text: Petra Schwinghammer | GastroJournal, 15.05.2026
«Der AGH ist für uns nah und sehr flexibel»
Preisdruck, Qualitätsansprüche und internationale Trends gehören zu den Herausforderungen der Gastronomie. Der Abholgrosshandel (AGH) bietet sich hier als Partner mit Sortimentsvielfalt, verlässlicher Qualität und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis. Rund 30 000 Artikel führt Transgourmet/Prodega in seinen 31 Abholgrossmärkten im Sortiment. Von diesem breiten Angebot profitieren ebenfalls die Kunden des Belieferungsgrosshandels, die über regionale Lager mit kurzen Transportstrecken bedient werden.
Drei Tipps für den Einkauf
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Basisprodukte preislich optimieren, weil in diesem Bereich das grösste Volumenpotenzial liegt.
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Eigenmarkenalternativen prüfen, welche die Marge verbessern können.
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Mehrwerte wie nachhaltige Aspekte oder regionale Herkunft aktiv kommunizieren.
Text: Petra Schwinghammer | GastroJournal, 30.04.2026
Warum sich die Fahrt in den Abholgrosshandel rechnet
Die Margen sind klein, der Zeitdruck im Alltag hoch. Trotzdem entscheiden sich viele Gastrounternehmer bewusst gegen die Lieferung und fahren selbst in den Abholmarkt. Warum das kein Widerspruch ist, sondern ein Vorteil sein kann, erklärt Transgourmet-Geschäftsleiter Philipp Dautzenberg im Interview.
Für welche Betriebstypen eignen sich die Abholgrossmärkte von Prodega?
Abholmärkte sind ideal für die Tausenden von eigenständigen Unternehmern. In Zeiten, in denen keine Gäste zu bewirten sind, kann eingekauft werden. Natürlich bedingt das ein eigenes Fahrzeug. Für Grossbetriebe wie Spitäler und Hotels, die über 3000 Franken pro Einkauf ausgeben, empfehlen wir die Belieferung.
Was sind die Trends im Abholgrosshandel?
Der Abholhandel hat seit der Pandemie stark vom gestiegenen Take-away-Angebot profitiert sowie den dazugehörenden Non-Food-Lösungen wie Lebensmittelverpackungen. Ausserdem wächst bei der Abholung, wie auch bei der Belieferung, der Anteil an Frisch- und Tiefkühlprodukten. Interessant ist, dass wir über die Jahre einen Wandel bei der Kundschaft beobachten: Es gibt im Vergleich zu früher vielmehr Leute aus südlichen Ländern und Mittelmeerländern, die bei uns einkaufen.