Montag, 12.01.2026

Wertvoller Abfall

Es gibt Abfall und Abfall. Solcher, der entsorgt werden muss, sowie solchen, der eine wertvolle Ressource darstellt. Aus diesem Grund gibt es in jedem Prodega-Markt eine Wertstoff-Sammelstelle.

Was sind Wertstoffe und welche sammelt Transgourmet/Prodega? 
Die Liste ist lang: Kehricht und Sperrgut, thermisch oder stofflich verwertetes Holz, gemischtes Alteisen, Aluminium, Batterien, Biomasse, Elektro-Altgeräte, Kühl- und Gefriergeräte, Flaschenglas, Plastikflaschen, PET-Getränkeflaschen, Wasserfilterkartuschen, Soda- und Rahmbläser-Patronen, Speiseöl (in der Belieferung), LDPE-Folien, Leuchten und Energiesparlampen, Papier und Karton. Allerdings sammelt nicht jeder der 31 Prodega-Märkte alle Wertstoffe. Auf den Webseiten der einzelnen Prodega-Standorte kann eingesehen werden, welche Wertstoffe zurückgenommen werden. 

Wo können Kundinnen und Kunden ihre Wertstoffe abgeben? 
Das ist je nach Prodega-Markt unterschiedlich. Die meisten Standorte verfügen aber über eine Entsorgungsstation beim Check-in. 

Was ist der Unterschied zwischen Wertstoffen und Abfall? 
Recycling ist wichtig, weil es Ressourcen schont, Umweltverschmutzung reduziert und Energie spart. Im Gegensatz zur Verbrennung in einer Kehricht- und Abfallverwertungsanlage (KVA) kann Recycling wertvolle Materialien im Kreislauf halten, statt sie endgültig zu zerstören. Beim Prinzip der Kreislaufwirtschaft steht die Abfallvermeidung im Vordergrund, gefolgt von der Wiederverwendung (etwa bei Mehrwegverpackungen), bevor man recycelt, um aus den Wertstoffen etwas Neues herzustellen. In der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) wird der Abfall zwar noch als Energiequelle genutzt, jedoch entstehen hierbei schädliche Treibhausgase. Auch Wiederaufbereitungsanlagen sind häufig mit Treibhausgasemissionen verbunden, jedoch muss auch der Nutzen in Betracht gezogen werden, wenn das Material nicht neu abgebaut oder hergestellt werden muss. Landen Wertstoffe in der Natur statt in der Recyclingstelle oder der KVA, gefährden sie häufig die Gesundheit von Mensch und Tier und bringen empfindliche Ökosysteme aus dem Gleichgewicht. 

Was geschieht mit den gesammelten Wertstoffen? 
Diese werden regelmässig von einer entsprechenden Entsorgungsfirma abgeholt und durch diese dann entweder wiederverwertet, weitergeleitet oder in die Entsorgung gebracht, wenn Recycling nicht möglich ist. 

Warum bietet Transgourmet/Prodega diesen Service an? 
Man sieht sich als Unternehmung in der Verantwortung, Ressourcen zu schonen und hat Nachhaltigkeitsziele zum Recycling-Anteil definiert. Dafür muss die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein, weshalb dieser Service für Prodega-Kundinnen und -Kunden freiwillig und kostenlos angeboten wird. 

Was hat Transgourmet/Prodega davon? 
Die Sammlung trägt zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele von Transgourmet/Prodega bei. Einige Wertstoffe werden vergütet, dies ist jedoch meist nicht kostendeckend. Als Unternehmen, das direkt und indirekt auf Rohstoffe angewiesen ist, sieht Transgourmet/Prodega die Sammlung der Wertstoffe als Investition in die Zukunft. Die Umwelt wird erheblich geschont, wenn Materialien wiederverwendet statt neu produziert werden. 

Wie sieht das Unternehmen die Zukunft dieser Wertstoff-Sammlung? 
Wertstoffe werden in der Zukunft an Bedeutung gewinnen und das Bewusstsein, dass es sich bei vielen Abfällen um wertvolle Materialien handelt, wird weiter wachsen. Das Thema «Kreislaufwirtschaft» gewinnt stetig an Bedeutung in politischen Diskussionen und bietet Raum für Innovation. So forscht man zum Beispiel weiter intensiv an biologisch abbaubarem Kunststoff. In Zukunft werden vermutlich immer mehr Materialien nur kostenpflichtig entsorgt werden können, damit sie dem Kreislauf erhalten bleiben. Es ist wünschenswert, dass die Wertstoffe sortenrein zurückgebracht werden, damit sich ein möglichst hoher Anteil der Wertstoffe für die Wiederverwertung eignet. 

WERTSTOFFE IN ZAHLEN 
Bei Transgourmet/Prodega werden jährlich rund … 
… 5000 Tonnen ungefährlicher Abfall stofflich verwertet 
… 1600 Tonnen ungefährlicher Abfall thermisch verwertet 
… 250 Tonnen PET-Flaschen gesammelt und recycelt 
… 60 Tonnen Alu-Dosen gesammelt und recycelt 

 

Text: Susanne Stettler 
Foto: Getty Images